Papst versus Trump: Hintergründe einer medialen Show

Im Schlagabtausch zwischen Leo XIV. und dem US-Präsidenten ergötzten sich die meisten Medien an Oberflächlichkeiten – und verdammten natürlich Donald Trump. Unberücksichtigt blieb in der Regel die Funktion der katholischen Kirchenführung für das globalistisch-woke Regime.
Symbolbild KI / R24

Für die Mainstraim-Medien war die Angelegenheit natürlich ein gefundenes Fressen. All die linken System-Journalisten, die das Christentum verabscheuen (und den Islam hofieren), benutzten den Papst als Kronzeugen für ihr übliches Trump-Bashing.

Während Leo XIV. „Kritik übt“ und „den Streit beilegen will“, ist es Trump, der den friedliebenden Papst „attackiert“ und „im Netz wütet“. So das Wording der woken System-Medien. Und auch Georgia Meloni, die italienische Regierungschefin, die eigentlich gute Beziehungen ins Weiße Haus hat, stellte sich auf die Seite des Papstes. Was war passiert? Was steht dahinter?

Nun sind manche der medialen Inszenierungen Trumps tatsächlich schrill. Etwa die als jesusartiger Arzt. Oder andere narzisstische Selbstbeweihräucherungen. Aber das ist eben die Oberfläche. Im Kern geht es um andere und bedeutende Fragen.

Inhaltliche Kernfragen

Tatsächlich war es der Papst, der den Konflikt begonnen hat, indem er den Krieg der USA gegen das iranische Mullah-Regime wiederholt „attackierte“. Nun kann man sagen, dass es eben die Aufgabe eines christlichen Kirchenoberhauptes ist, Krieg und Gewalt zu kritisieren.

Leo XIV. tadelt aber nicht Krieg und Gewalt an sich, sondern diesen bestimmten Krieg – während er bezüglich der Massakern der Islamfaschisten an der eigenen Bevölkerung still blieb. Damit betrieb er eine Agenda, nämlich die der Anbiederung an den Islam. Völlig naiv schwadronierte er wiederholt von der „Gemeinsamkeit von Christen und Muslimen“ (zuletzt bei seinem Besuch in Algerien) und stellte sich gegen „die Angst vor dem Islam in Europa“.

Insofern hat Trump inhaltlich im Kern recht, wenn er auf seiner Plattform Truth Social den Papst aufforderte, „aufzuhören, der radikalen Linken nach dem Mund zu reden“. „Ich will keinen Papst, der denkt, es sei in Ordnung, dass Iran eine Nuklearwaffe hat“, sagte Trump (https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116394704213456431).

Und in einem anderen Post fügte er hinzu „Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat?“ (https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116406622416293152)

Bei einer Veranstaltung an der University of Georgia sagte Vizepräsident JD Vance , selbst Katholik, der Papst irre, wenn er sage, dass die Anhänger Christi nie auf der Seite derer stünden, die „heute Bomben abwerfen“. Zum Vergleich zog er die Landung von US-Truppen im Zweiten Weltkrieg in Frankreich heran, mit deren Hilfe Nazi-Deutschland besiegt wurde. „War Gott auf der Seite der Amerikaner, die Frankreich von den Nazis befreit haben? Ich bin sicher, die Antwort ist Ja“, sagte Vance.


Konflikt in der Migrationsfrage

Trump hat sicherlich auch nicht unrecht, wenn er meint, es sei kein Zufall, dass dieser Papst installiert wurde. Ein woker US-Amerikaner als zusätzliches Instrument des Systems gegen der unliebsamen Trumpismus.

Leo heißt ja mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost, wuchs als Sohn eines Marineoffiziers und einer Bibliothekarin in den Bundesstaaten Illinois und Michigan auf. „Er ist ein totaler Marxist, wie schon Papst Franziskus“, meinte die rechte US-Influencerin Laura Loomer schon unmittelbar nach der Papstwahl.

Wie gewünscht, nutzt Herr Prevost nun seine ideologische Macht, um immer wieder Trump und insbesondere seine Migrationspolitik anzugreifen – die er beispielweise im September 2025 als „unmenschlich“ bezeichnete. Damit bringt er – und genau darum geht es – die Katholiken in Trumps MAGA-Bewegung in eine missliche Lage.

Trumps „Grenz-Zar“ Tom Homan, der sich selbst als lebenslangen Katholiken bezeichnet, argumentierte, der Vatikan verstehe die Realität der Grenzsicherung nicht. Er verwies auf Gräueltaten wie Kindesmissbrauch und Morde und betonte, sichere Grenzen würden Leben retten und Kartelle zerschlagen. Er äußerte seine Enttäuschung darüber, dass sich die Kirche in politische Angelegenheiten einmische, und schlug vor, sie solle sich auf interne Probleme konzentrieren. 

Dabei ist sind die Äußerungen von Leo XIV. keine Zufälle, sondern Ausdruck einer langjährigen Ausrichtung der katholischen Kirchenführung, die sich wiederum auch auf handfeste materielle Interessen gründet. Allein in Deutschland hat die Caritas etwa 750.000 Mitarbeiter (und die evangelische Diakonie 690.000), von denen ein großer Teil in der „Flüchtlingsbetreuung“ arbeitet.

Sie leben also von der Asylindustrie, die von den produktiven Steuerzahlern finanziert wird. Im Vergleich dazu hat VW in Deutschland noch knapp 300.000 Mitarbeiter, Siemens etwa 90.000. Das ist in vielen Ländern so – und deshalb liefert der Vatikan die passende proislamische Multikulti-Begleitmusik.

Die Rolle der Kirchen im System

Zusätzlich zum klassischen Staatsapparat — heute Polizei, Armee, Justiz, Gefängnisse, Finanzamt, Jugendamt, Gesundheitsamt, „Irrenhäuser“ et cetera — spielen auch die „ideologischen Staatsapparate“ eine wichtige und tragende Rolle einem politischen System.

Über sehr lange Zeit betraf das vor allem religiöse Institutionen, die eng mit den staatlichen verbunden waren. In den despotischen Hochkulturen des Alten Ägyptens oder der Inka waren staatliche und religiöse Herrschaft ident. Selbiges gilt für die islamischen Raubstaaten, wo diese Identität schon im Koran verankert ist.

Auch im europäischen Mittelalter war die Kirche oft selbst Feudalherr, zumindest aber zentrale ideologische Stütze der „gottgegebenen“ feudalen Ausbeutung. Sie hat die oftmals brutale Christianisierung von „heidnischen“ Germanen und Slawen im Norden und Osten Europas vorangetrieben.

Und bis in die europäische Neuzeit hinein waren die Kirchen mit ihren weitverzweigten Strukturen wesentliche ideologische Apparate der Herrschaftsabsicherung. Sie waren für die Hexenverfolgungen verantwortlich und haben die katholischen und evangelischen Gläubigen im Deutschen Reich gegeneinander in den 30-jährigen Krieg gehetzt, bei dem 40 Prozent der Deutschen ums Leben kamen.

Die Kirchen haben die absolute Herrschaft von Monarchen, von der sie selbst profitiert haben, als „gottgewollt“ verkauft („Gottesgnadentum“). Sie haben den Kolonialismus unterstützt und (auf sämtlichen Seiten) die europäischen Völker in die mörderische Barbarei des Ersten Weltkriegs getrieben und den Waffengang gesegnet.

Woke Anpassung der Kirchen

In ihrer Geschichte haben die christlichen Kirchen fast immer als ideologische Institutionen der Herrschenden agiert. Mit der fortschreitenden Entwicklung des Kapitalismus und der Säkularisierung der Gesellschaft wurde die Bedeutung der Kirchen bei der Erfüllung dieser Aufgabe im Westen zunehmend zurückgedrängt und durch andere Strukturen zuerst ergänzt und dann weitgehend ersetzt.

Im Wesentlichen sind das die kapitalistischen Medien und die Bildungsapparate, die jeweils — in ihrem Mainstream — die aktuelle Agenda der dominanten Kapitalfraktionen ideologisch begleiten. In den vergangenen Jahrzehnten war das die Säkularreligion der globalistisch-multikulturalistischen One-World-Ideologie. Ihre Hohepriester sind Universitätsprofessoren, einflussreiche Journalisten und sogenannte Experten von globalistischen Netzwerken. Ihre Dorfpfarrer sind die Lehrer, die ihren Schülern das einimpfen, was politisch gewünscht ist.

Die Kirchen aber haben sich in ihrer Mehrheit (vor allem der Führungen) dieser Entwicklung angepasst. Sie sie Teil der globalistisch-woke Ideologie geworden. Das betrifft die Fragen von Migration und Islam ebenso wie die kirchliche Unterstützung des Corona-Regimes und der Klimareligion. In Deutschland hat sich die evangelische Kirchenspitze besonders in diese Richtung hervorgetan. Papst Leo XIV. liegt ebenso auf dieser Linie.

Damit spielen die katholische und evangelische Kirche weiterhin eine wichtige ideologische Rolle für das System. Ein Grund dafür, dass im Gebiet der ehemaligen DDR die Opposition gegenüber diversen globalistischen Projekten größer ist als in anderen Teilen Deutschlands, könnte sein, dass es dort viel weniger Mitglieder der beiden Kirchen gibt und ihre Einfluss und ihre Strukturen dort viel schwächer sind.

Zuerst hier erschienen: https://report24.news/papst-versus-trump-hintergruende-einer-medialen-show/

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