Es ist schließlich nicht so, als versuchten muslimische Aktivisten nicht seit Jahren, das Kopftuch in öffentlichen Ämtern zu etablieren oder als steckte der deutsche Staat viel Geld in Studien über »Islamophobie«. Als im letzten Jahr der Student Henry Nowak von einem Sikh ermordet wurde, hatte der Täter einfach behauptet, Nowak habe ihm die Kopfbedeckung vom Kopf reißen wollen. Die Polizei glaubte ihm das offenbar sofort und nahm den attackierten Studenten in Gewahrsam. Dem wurde trotz schwerster Verletzungen jegliche Hilfe verweigert und er verstarb.

Die Behauptung des Mörders kam Kennern deutscher Diskriminierungsstudien erschreckend bekannt vor: Auch in Deutschland geistern Behauptungen durch die Medien, es gäbe immer wieder Vorfälle, bei denen Musliminnen das Kopftuch fortgerissen würde. Während das in unserem Land »nur« dazu führt, weitere Fördertöpfe abzugreifen, reicht eine ähnliche Behauptung in Großbritannien bereits dazu aus, einen Täter zum Opfer zu machen. Doch selbst, wenn es wahr gewesen wäre: Wird ein solches Vergehen, das früher schlimmstenfalls als Beleidigung gegolten hätte, nun schon zur Rechtfertigung für einen Messerangriff? Großbritannien zeigt uns in vieler Hinsicht, was uns blüht, wenn die Verflechtungen zwischen Politik und Multikulti-Lobbyismus noch weiter voranschreiten.
Kürzlich las ich das Buch »Unterwanderung« von Sascha Adamek, eigentlich dachte ich, schon recht gut über die islamistischen Netzwerke in Deutschland informiert zu sein. Über die Verbindungen eines iranischen Lobbyisten des Vereins »Carpo« zur ehemaligen Außenministerin Annalena Baerbock etwa. Oder über jene Politikerinnen, die sich schon fest in der Bundespolitik etabliert haben, wie etwa Ferda Ataman und Lamya Kaddor, die nach jedem islamistischen Anschlag Zeter und Mordio schreien, wenn die Zusammenhänge zwischen muslimischer Ideologie und Mord diskutiert werden sollen. Auch die Duldsamkeit gegenüber dem sogenannten »Tik-Tok-Islamismus« war mir bekannt, der versucht, die Scharia zwar nicht über direkte Gewalt, aber durch ständige Propaganda in Deutschland zu etablieren. Aus diesen Kreisen kommen in jedem Jahr die Forderungen, auch nicht-muslimische Schüler hätten sich an das Ramadan-Fasten im Klassenzimmer anzupassen.
Aber da ist auch noch die 1928 in Ägypten von Hassan al-Banna gegründete Muslimbruderschaft, die selbst in manchen arabischen Ländern als terroristische Vereinigung verboten ist – in Deutschland jedoch nicht. Es gibt Hinweise darauf, dass sie mit Hilfe staatlich geförderter NGOs sogar indirekt selbst auf Fördergelder zurückgreift. In Verdacht stand etwa die von Ex-Staatssekretärin Sawsan Chebli gegründete NGO »Jung und muslimisch«. Über diesen Umweg kassiert die Muslimbruderschaft nicht nur, sondern kann auch gleichzeitig die Medienpräsenz dieser NGOs nutzen – und deren Kontakte zu zahlreichen Kommunal- und Bundespolitikern. Und dabei handelt es sich nicht nur um Mitglieder der Linken, da mischen auch Grüne, SPD und CDU mit. Wir reden hier immerhin von der »Mutterorganisation« der terroristischen Hamas, die 1984 im Gaza-Streifen gegründet wurde.
Im Zuge der gescheiterten Bewerbung Deutschlands um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat kam jetzt noch einmal ans Licht, wie viele Millionen die Deutschen über die UN an die eng mit der Hamas verbandelte UNWRA, das palästinensische Flüchtlingshilfswerk zahlen, was noch um direkte Zahlungen aus Berlin ergänzt wird. Insgesamt sind das etwa 300 Millionen Euro im Jahr – man kann nur spekulieren, inwieweit auch das auf gezielte Lobbyarbeit zurückgeht. Normalerweise investieren Lobbyisten Geld in Ländern, in denen sie ihre Ziele durchsetzen wollen – Deutschland allerdings zahlt noch dafür, bei der Unterwanderung mithelfen zu dürfen. Dabei kann die Muslimbruderschaft über ihre Netzwerke selbst auf Spenden in Millionenhöhe zurückgreifen.
Was daran besonders aufstößt: Die aktuelle Politik ist bekanntlich geradezu besessen davon, selbst absurdeste Bezüge zum Nationalsozialismus herzustellen und wittert hinter jedem Wort, Symbol oder Datum üble Nazi-Machenschaften. Wobei das Wort »Machenschaften« erst kürzlich ebenfalls als Nazi-Wortwahl gebrandmarkt wurde. Allerorten kann man in diese Falle tappen, wenn man nicht höllisch aufpasst und über jedes verfängliche Detail Bescheid weiß – sollte etwa Hitler seiner Blondi am 3. Juni 1934 ein neues Halsband gekauft haben, so dürfen an diesem Tage fürderhin keinerlei Versammlungen politischer Parteien mehr stattfinden. »Ja wissen Sie denn nicht, welche bedeutende Rolle dieser Tag im Dritten Reich gespielt hat?« – nein, das wissen wir nicht. Was muslimische Gruppierungen angeht, so hat nicht nur die Linke einen dicken blinden Fleck in ihrer Wahrnehmung. Selbst die deutsche Wikipedia druckst herum, wenn es um die glühende Verehrung Hassan al-Bannas für den Nationalsozialismus im Allgemeinen und Adolf Hitler im Besonderen geht, da muss man schon in die englischsprachige Wikipedia schauen.
Ganz im Sinne der postkolonialen Täter-Opfer-Hierarchie wird allenfalls vermerkt, die Nazis hätten die Muslimbruderschaft »für sich vereinnahmt«, so als wäre diese von den Ereignissen komplett überrollt worden und habe schlimmstenfalls eine passive Rolle in dem Bündnis gespielt. Dabei zielte auch al-Banna darauf ab, eine »Win-Win-Situation« herzustellen, da er hoffte, unter deutscher Besetzung würde es Ägypten besser ergehen als unter britischer. Zudem erhielt er ab 1939 auch finanzielle Unterstützung aus Berlin. Man war sich einig in seiner Gegnerschaft zu den Briten und einem brennenden Hass auf Juden.
Hitler gefiel die Glorifizierung des Märtyrertums im Djihad, die al-Banna in seinen Reden und Schriften betrieb – diese Selbstaufopferung verlangte er auch den deutschen Soldaten ab. Bekanntlich verzieh er den Deutschen nie die Niederlage bei Stalingrad – wäre diese mit etwas mehr islamistischer Hingabe im Blut nicht passiert? Al-Banna, sowie auch der von ihm verehrte Mufti von Jerusalem, al Husseini, wurden allerdings keineswegs einseitig umworben, sondern verbreiteten ihrerseits bereitwillig nationalsozialistische Propaganda im arabischsprachigen Raum. Bei der »Farhud«, einem 1941 in Bagdad an der jüdischen Bevölkerung verübten Pogrom, hatte ebenfalls die Muslimbruderschaft ihre Hände im Spiel.
Was holt uns die deutsche Politik da bereitwillig ins Haus? Und das trotz ständiger »Nie wieder!« und »Staatsräson«-Bekundungen, die doch angeblich auch zur gescheiterten Wahl in den Sicherheitsrat beigetragen haben sollen? Das ist keine blinde Multikulti-Verliebtheit mehr, sondern bereits ein System. Und es betrifft nicht nur die schrumpfende jüdische Bevölkerung Deutschlands, sondern alle Bürger, die keinen Wert darauf legen, morgen in einer Scharia-Republik zu leben. Wer davor warnt, gilt als paranoid, aber auch das ist Teil der Strategie. Klassisches Gaslighting, das angewandt wird, um die Warner zu diskreditieren. Wenn sich nun schon der Verfassungsschutz einmischt, der sonst eher damit beschäftigt zu sein scheint, vor der »Delegitimierung des Staates« durch Social-Media-Posts zu warnen, dann muss es wohl schon später als fünf vor zwölf sein.
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Übernahme mit freundlicher Genehmigung der Autorin.
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