In Amsterdam hat ein vermeintlich fortschrittliches Wohnprojekt katastrophale Folgen gehabt: Studierende, die mit Geflüchteten unter einem Dach leben sollten, berichten von jahrelanger Gewalt, sexuellen Übergriffen und einer Behördenreaktion, die viele als wenig hilfreich bezeichnen.
Das Wohnkomplex-Experiment Stek Oost in der Watergraafsmeer-Gegend wurde 2018 gestartet, um die Wohnungsnot sowie die Integration von Geflüchteten gleichzeitig zu adressieren – jeweils 125 junge niederländische Studierende sollten mit 125 Geflüchteten zusammenleben, Angehörige der beiden Gruppen sollten als «Buddys» fungieren und so ein schnelleres gesellschaftliches Ankommen der Migranten ermöglichen.
Doch die Realität sah laut Presseberichten anders aus: Zahlreiche Studierende berichteten von wiederholten sexuellen Übergriffen, Belästigungen, Handgreiflichkeiten und Bedrohungen im Gebäude. Mehrere Frauen sagten aus, sie hätten sexuelle Gewalt erlebt, darunter mindestens ein Fall, in dem eine Studentin von einem Mitbewohner in dessen Zimmer gelockt und dort missbraucht wurde.
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Eine ehemalige Bewohnerin namens Amanda beschrieb, sie habe erst helfen wollen, als der Mann sie wiederholt eingeladen habe. Nachdem sie schließlich eingewilligt habe, einen Film in seinem Zimmer zu sehen, habe er sie wie eine Gefangene festgehalten und missbraucht. Sie meldete die Tat 2019 der Polizei, doch die Ermittlungen wurden wegen fehlender Beweise eingestellt. Erst 2022 führte eine Festnahme zur Verurteilung des Täters 2024 zu drei Jahren Haft.
Bedenken über die Sicherheit im Stek-Oost-Komplex gingen darüber hinaus: Studierende berichteten von häufigen Auseinandersetzungen im Flur und in Gemeinschaftsräumen, Bedrohungen mit Messern sowie weiteren Übergriffen. Insgesamt sollen zeitweise bis zu sieben Vorfälle sexueller Gewalt der Polizei gemeldet worden sein.
Kritiker werfen der zuständigen Wohnungsorganisation Stadgenoot und den städtischen Behörden vor, Warnungen und Beschwerden der Bewohner über Monate hinweg ignoriert oder verharmlost zu haben. Teilweise habe man rechtliche Hürden angeführt, die eine Entfernung auffällig gewordener Bewohner schwierig machten – selbst dann, wenn andere Bewohner sich gefährdet fühlten.
Auch außerhalb von Amsterdam gibt es wachsende Debatten über schwierige Unterbringungssituationen für Geflüchtete und deren Einfluss auf lokale Wohnmärkte und Sicherheitsgefühle – etwa Beschwerden über mangelhafte Unterkünfte oder schlechte Integrationserfahrungen.
Fazit: Was als innovatives Projekt zur Förderung von Integration und zur Lösung der Wohnungsnot begann, hat sich für viele Studierende zu einem jahrelangen Albtraum entwickelt. Gewalt, institutionelles Versagen und langanhaltende Folgen für die Betroffenen werfen schwerwiegende Fragen über Integrationskonzepte, öffentliche Sicherheit und staatliche Verantwortung auf.
Quelle:
Daily Telegraph: Refugee-student housing project in Netherlands rocked by rape scandal – 19. Januar 2026
Der Beitrag erschien zuerst hier: https://transition-news.org/albtraum-experiment-amsterdam-eine-integrationsidee-fuhrte-studenten-in
Übernahme mit freundlicher Genehmigung des Autors.
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