US-Regimechange in Westeuropa 2026?

Die neue Sicherheitsstrategie der USA war bereits eine scharfe Ansage an die globalistischen Eliten Westeuropas. Auf der Grundlage einer vertieften wirtschaftlichen und politischen Krise in Europa könnte die US-Regierung nun auch in Westeuropa auf Regimewechsel setzen.
The White House, Public domain, via Wikimedia Commons

Der Ökonom Martin Armstrong prognostiziert für die nahe Zukunft die Implosion Europa. Bisherige Erwartungen, dass ein Sturz der globalistischen Eliten in Westeuropa ohne nur als revolutionäre Basisbewegung ohne Unterstützung aus dem Ausland möglich wäre, könnten sich als falsch herausstellen. Aber der Reihe nach.

Neue US-Sicherheitsdokrtin

Am 5. Dezember haben die USA ihre neue Nationale Sicherheitsstrategie (NSS) veröffentlicht: https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2025/12/2025-National-Security-Strategy.pdf. Darin wird Fokus auf den amerikanischen Doppelkontinent gelegt. Der unipolare globale Machtanspruch wird durch multipolaren Realismus ersetzt.

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Am bemerkenswertesten sind die Aussagen von Trumps NSS zu Europa beziehungsweise den europäischen globalistischen Eliten. Gegenüber den bisherigen Verbündeten werden nämlich deutlich härtere Töne angeschlagen als gegenüber Russland und China. 

Die NATO wird nicht als eine auf Werten basierende Gemeinschaft dargestellt, sondern als eine transaktionale Partnerschaft, in der die Verpflichtungen der USA – Truppen, Finanzierung und nukleare Garantien – an die Erfüllung hoher neuer Anforderungen durch die europäischen Verbündeten geknüpft sind. Und auch bezüglich der Ukraine ist die Botschaft, dass ein Fortsetzung der Unterstützung nun weitgehend Sache der Europäer ist.

Besonders scharf kritisiert werden die europäische Energie- und Wirtschaftspolitik, die Abhängigkeit von China und die mangelnde innere Stabilität. Infolge der anhaltenden Deindustrialisierung gefährde die Bundesrepublik Deutschland die transatlantischen Lieferketten und die extreme Verteuerung der Energie würde auch die EU-Märkte destabilisieren.

Noch härter sind die Ansagen auf der politischen Ebene. Angeprangert werden die migrationsbedingte demografische Transformation Europas, „abstürzende Geburtenraten sowie der Verlust nationaler Identitäten und des Selbstvertrauens“. Als europäisches Problem macht die US-Regierung insbesondere die Einwanderungspolitik aus.

Die Europäische Union und ihre „Aktivitäten“ werden als grundsätzliches Problem für den Kontinent beschrieben. Die europäischen Eliten werden unterm Strich als Gefahr für die Interessen der USA und zu Feinden der europäischen Völker erklärt.

„Wir möchten, dass Europa europäisch bleibt“, heißt es in dem Dokument. Der Charakter und die Geschichte der einzelnen europäischen Staaten müssten gewahrt und ihr Selbstbewusstsein gestärkt werden. Sollten sich die Trends fortsetzen, werde Europa in 20 Jahren oder weniger nicht mehr wiederzuerkennen sein.


Daher sei „alles andere als klar“, ob Europa weiterhin ein verlässlicher Verbündeter bleiben könne. Die USA wollen demnach den „Widerstand gegen den aktuellen Kurs Europas innerhalb der europäischen Nationen kultivieren“. „Unser Ziel sollte es sein, Europa dabei zu helfen, seinen derzeitigen Kurs zu korrigieren“, heißt es weiter.

Scharf kritisiert werden auch die Einschränkungen der Meinungsfreiheit in Europa und die Unterdrückung der Opposition. Die USA versprechen, „patriotische“ europäische Parteien zu unterstützen, die sich dagegen wehren. Ihr wachsender Einfluss sei „Anlass zu großem Optimismus“. Damit wird die Unterstützung, die etwa Elon Musk und JD Vance schon bisher für rechtspopulistische Kräfte ausgedrückt haben, nun zur hochoffiziellen Politik der USA. (https://diefreiheit.info/us-geopolitik-schock-fuer-die-eu-eliten-und-hoffnung-fuer-die-welt/)

EU vor dem Zusammenbruch?

Eine Kombination aus weltfremder „Klimapolitik“, steigenden Energiepreisen, zunehmender Regulierung, Zöllen, Konkurrenz aus China und Regierungspolitik hat Deutschland, das Rückgrat der europäischen Wirtschaft, schwer getroffen. Die Lieferketten des deutschen verarbeitenden Gewerbes erstrecken sich typischerweise über die gesamte EU, und der kontrollierte Abbau seiner Produktionskapazitäten hat weitreichende Folgen auf dem gesamten Kontinent.

Die deutsche Wirtschaft, der langjährige Motor der europäischen, steckt in einer Rezession. Das verarbeitende Gewerbe ist eingebrochen, insbesondere der wichtige Automobilsektor, der seit 2022 Hunderttausende Arbeitsplätze verloren und seit 2018 ein Drittel seines Produktionsvolumens eingebüßt hat. Im August 2025 verzeichnete man den größten Rückgang der Industrieproduktion seit über drei Jahren – mehr als viermal so stark wie von Analysten erwartet. Der wichtige Sektor Maschinenbau ist seit der „Pandemie“ um 22 % geschrumpft, und allein im Jahr 2025 wird ein weiterer Rückgang von 5,6 % erwartet.

Es ist diese dramatische ökonomische Lage, die dazu führt, dass EU-Establishment aus Eigeninteresse einen Friedensschluss in der Ukraine sabotiert. Neue Ukraine-Fonds hätten eine Bürokratie geschaffen, die davon „lebt“. Außerdem biete der Ukraine-Krieg die Möglichkeit, mit riesigen Rüstungsprogrammen eine künstliche Konjunktur zu schaffen. (https://diefreiheit.info/warum-setzt-europa-alles-auf-die-ukraine-die-oekonomischen-ursachen/)


Dieser Kurs der westeuropäischen Eliten wird entweder in einen offenen Krieg mit Russland führen oder das wirtschaftliche Desaster Westeuropas nur verzögern. Die Abwanderung europäischer Industrien wird sich nicht nur nach Asien fortsetzen, sondern vor allem in Richtung USA verstärken. Zuletzt hat auch der US-Ökonom und Analyst Martin Armstrong, der den Blog https://www.armstrongeconomics.com/ betreibt und schon des Öfteren treffende Prognosen abgeliefert hat, die Lage Europas als äußerst ernst beschrieben.

Armstrong erwartet, dass die die westeuropäischen Führungen die Kriegspolitik fortsetzen würden. Die Ursache der dramatischen Krise sieht er im Euro. Er erklärt, dass die heutige Instabilität auf die Einführung des Euro zurückzuführen sei. Er sei durchgesetzt worden, ohne die Staatsschulden zu konsolidieren, wodurch schwächere Volkswirtschaften von Anfang an gefährdet waren. Und das System musste irgendwann unter seinem eigenen Gewicht zusammenbrechen.

Dieser Moment sei gekommen, als Griechenland einzubrechen begonnen habe. Die Märkte seien in Panik geraten, Kapital floh und der Druck breitete sich schnell aus. Armstrong merkt an, dass das nichts Neues oder Unvorhersehbares sei. Es folgte dem gleichen Muster wie frühere Schuldenkrisen, als das Vertrauen der Investoren fast über Nacht verschwand.

Noch gefährlicher sei die Situation jetzt, wo die europäischen Staats- und Regierungschefs offen darüber diskutierten, Länder wie Italien und Griechenland fallen zu lassen, anstatt das System zu reparieren. Reformen seien angesichts der Vielschichtigkeit und des Ausmaßes der Krise nun kaum mehr eine Option.

Angesichts der wachsenden öffentlichen Wut und der von innen heraus einbrechenden Strukturen würden sich die Staats- und Regierungschefs laut Armstrong nach außen wenden. Externe Konflikte würden zu einem Mittel, um von internen Versäumnissen abzulenken: „Und deshalb brauchen sie einen Krieg mit Russland.” (https://rumble.com/v73cp0c-conscription-for-ww3-to-begin-ft.-martin-armstrong-daily-pulse-ep-168.html)

Europäischer Bürgerkrieg

Die ökonomische Zerstörungspolitik der Elite, ihr Kriegskurs und die verheerende Islamisierung des Kontinents treffen allerdings auf erheblichen Widerstand. Ungarn, Tschechien und die Slowakei bilden bereits einen Block, der bei dem Irrsinn nicht mehr mitmachen will. Auch Italien, Dänemark, Schweden, Polen sind zumindest in manchen Fragen nicht mehr auf Kurs. In vielen Ländern – wie Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien, Portugal oder Großbritannien – erleben (rechtspopulistische) Oppositionsbewegungen einen raschen Aufschwung.

David Betz, Spezialist für Aufstände und Aufstandsbekämpfung des King’s College London, meint: „In Westeuropa sind fast alle strukturellen Voraussetzungen für einen Bürgerkrieg erfüllt, in einer Form, die man in der Fachliteratur als idealtypisch bezeichnet.“ Die Faktoren seien: tiefe Spaltung, Abwertung der Mehrheitsbevölkerung, dramatischer Vertrauensverlust in Institutionen.

Diese gefährliche Mischung mache einen Bürgerkrieg immer wahrscheinlicher, warnte Betz. Bedeutend sei auch der Abstieg der bisherigen Mehrheitsbevölkerung: „In mehreren europäischen Ländern wird die einheimische Bevölkerung innerhalb einer Generation zur Minderheit im eigenen Land. Im Vereinigten Königreich rechnet man damit um 2060, in anderen Ländern früher oder später.“ „Downgrading“ bedeute, dass Sprache, Werte und politische Prioritäten der bisherigen Mehrheit nicht mehr maßgeblich seien.

Masseneinwanderung sei, so Betz, „kein Projekt der Bevölkerung, sondern der Eliten. In Großbritannien hat es nie eine Wahl gegeben, bei der die Wähler sich bewusst für unbegrenzte Migration entschieden hätten. Offiziell hieß es immer ‚Kontrolle und Begrenzung‘ – real wurde der Wasserhahn voll aufgedreht. Diese Eliten – politische, wirtschaftliche, mediale, akademische – sind post-national geprägt.“

Historisch hätten Wohlstand, gute Regierungsführung und eine einigermaßen geeinte Elite Bürgerkriege verhindert. Nach Betz sind diese drei Pfeiler im Westen angeschlagen: Produktivität und Innovation stagnieren seit Jahren, Bürokratie lähmt den Apparat. Die Staatsfinanzen würden außer Kontrolle geraten. Die aktuelle Energiepolitik zerstöre die Industrie. Für die junge Generation schaue es mit Einkommen, Wohneigentum, und Familiengründung schlecht aus.

Dass sich die Lage speziell in Großbritannien zuspitzt, dürfte mehrere Gründe haben. Aufgrund der sprachlichen und kulturellen Nähe kommt hier der Einfluss aus den USA schneller an: die MAGA-Bewegung und die Zeitenwende des Trumpismus. Und der bleierne Deckel der EU-Bürokratie ist nicht mehr vorhanden.

Reform UK von Nigel Farage liegt in diversen Umfragen bei über 30 Prozent und könnte angesichts des Mehrheitswahlrechts bei den nächsten Wahlen die absolute Mehrheit der Sitze schaffen. Ergänzt wird die elektorale Ebene durch Massendemonstrationen gegen die Islamisierung. Mit ihr wurden die Kräfte um Tommy Robinson nicht nur zu einem außerparlamentarischen Korrektiv für eine angepasste Reform UK, sondern zu einem echten politischen Faktor im Lande. 

Robinson spricht von „mass awakening“, also einem Massenerwachen. Die bisher schweigende Mehrheit, die durch das woke Gesinnungsregime eingeschüchtert war, schweige nicht mehr. Diese Befreiung sei von der Herrschenden nicht mehr zurückzudrehen. Es sei eine Kulturrevolution im Gange. Und tatsächlich ist das der größte Unterschied Großbritanniens zu anderen europäischen Ländern – dass nämlich die Bevölkerung selbst aktiv geworden ist und die Straßen erobert hat.

Hilfreich für aktuelle Bewegung unter der Führung von Robinson war auch die Unterstützung von Elon Musk: Durch sein politisches Gewicht erschwerte er Kriminalisierung und Diffamierung. Über X gab er Robinson und seinen Berichten große Reichweite. Er postete selbst die Informationen über die Massenvergewaltigungen durch pakistanische Banden und klagte die Regierung an. Und Robinson plant schon eine neue und noch größere Mobilisierung. Stand die Demo im September unter dem Motto „Unite the Country“, soll die kommende am 16. Mai 2026 unter dem Motto „Unite the West“ stehen. (https://diefreiheit.info/kippt-grossbritannien-oder-kommt-der-buergerkrieg/)

Paradigmenwechsel durch den Trumpismus

Viele haben es auch für unmöglich gehalten, dass die globalistischen Eliten die USA aus den Händen verlieren würden, dass sie einen Wahlsieg von Trump zulassen würden. Dass das trotzdem passiert ist, zeigt, dass auch diese Netzwerke nicht allmächtig sind. Und tatsächlich hat die Trump-Regierung einen Paradigmenwechsel eingeläutet – in den Bereichen Gesundheitspolitik, Migration, Klima/Energie und Wokeness.

Gleich nach Amtsantritt habe ich geschrieben, dass Trumps Sieg internationale Auswirkungen haben werde, jedenfalls auf Europa (https://diefreiheit.info/trumpismus-zeitenwende-und-tiefer-staat/). Die Frage sei, „wie stark und wie schnell sich die Zeitenwende in den USA in Europa niederschlagen wird. Trumps Freunde in der EU wie Viktor Orban werden Auftrieb bekommen, die bisherige EU-Politik wird noch mehr in Bedrängnis geraten. Das wird insbesondere für die Energiepolitik und die damit verbundene Klimareligion gelten. Wenn unter Trump die Energiekosten in den USA weiter sinken, stehen die EU-Staaten vor der Alternative: den Weg in den völligen ökonomischen Untergang mit einem grünen Grinsen auf den Lippen unverdrossen fortsetzen oder eine scharfe Kehrtwendung einleiten.“
 
Und weiter: „Aber auch auf der politischen Ebene wird die US-Zeitenwende auf Europa durchschlagen. Klare Mehrheiten der EU-Bevölkerung, denen Massenzuwanderung und Wokeness auf totalitäre Weise als ‚alternativlos‘ aufgezwungen wurden und die diese Dinge seit langem sowas von satt haben, werden nun sehen, dass in den USA eine ganz andere Politik möglich ist. Und die politischen Kräfte in EU-Ländern, die das Diversity- und Gender-Regime und die unkontrollierte Zuwanderung kritisieren, werden auf die USA verweisen können. Das EU-Establishment, das bisher seine Herrschaft autoritär und arrogant durchgesetzt hat, wird Druck aus drei Richtungen bekommen, von der eigenen Bevölkerung, von der Opposition und von den USA.
 
Musk, der ohne offiziellen Posten in der Trump-Regierung mehr Freiheiten haben wird, wird hier wohl den Ton vorgeben. Er hat ja schon vor einiger Zeit die deutsche Migrationspolitik scharf kritisiert, Olaf Scholz und Robert Habeck als Narren bezeichnet und im November bezüglich Italien gemeint, dass sich in der Migrationspolitik ungewählte Autokraten in der Justiz über den demokratischen Willen der Bevölkerung hinwegsetzen. Zuletzt hat er Nigel Farage und Tommy Robinson in England unterstützt und die jahrzehntelange Vergewaltigung von zehntausenden englischen Mädchen durch pakistanische Banden durch seine Reichweite endlich zum großen Thema gemacht. Und Musk hat die verfemte AfD als einzige Hoffnung für Deutschland bezeichnet, Alice Weidel eine breite Bühne auf X gegeben und dem woken Regime in Berlin ein Verbotsverfahren gegen die AfD deutlich erschwert.“

All diese Interventionen Musks waren nur ein Vorgeschmack. Und sie sind als Teil der Veränderung in den USA definitiv eine Hoffnung für die oppositionellen Kräfte, dass auch in Europa eine Befreiung von der bleiernen Herrschaft des globalistischen Totalitarismus möglich ist und auch hier ein Paradigmenwechsel näher rückt. Die neue Nationale Sicherheitsstrategie erklärte nun offen die Unterstützung für die oppositionellen Kräfte – in einer Weise, bei der es sich eindeutig um eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten handelt.

Regimechange in Europa durch die USA

Dass sich die globalistischen Eliten der EU und ihre medialen Anhängsel darüber empörend, ist verständlich, aber auch heuchlerisch, die diese Kräfte mischen sich ständig in die inneren Angelegenheiten anderer Länder ein. Aktuell versuchen sie wieder einmal, den aufmüpfigen ungarischen Regierungschef Viktor Orban loszuwerden.

Unter den (wenigen) Linken, die nicht zu Cheerleadern des globalkapitalistischen woken Regimes geworden sind, sondern seiner Politik kritisch gegenüberstehen, wird kritisiert, dass es sich beim Trumpismus ja auch im eine politische Strömung des Großkapitals handle, die ja auch die Interessen von Konzernen und Banken bediene. Das stimmt zu guten Teilen. Es stellt sich aber die Frage, ob man angesichts einer Bewegung zur Befreiung von Klimareligion, wahnwitziger Energiepolitik, Eskalation mit Russland, Islamisierung, Corona-Irrsinn und woker Gesinnungsdiktatur puristisch abseits stehen und damit neutral bleiben sollte – oder ob man eine solche Bewegung nicht lieber (kritisch) unterstützt.

Von neurechter Seite, etwa von der „Sezession“ um Götz Kubitschek, wird problematisiert, dass sich europäische Patrioten nicht vor den Karren der USA spannen lassen, sondern lieber eigene Interessen definieren und die deutsche und europäische Selbstermächtigung vorantreiben solle. Auch das mag sein – zumal ja gerade Deutschland ein „natürliches“ Interesse an guten Beziehungen mit Russland und einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit in den eurasischen Raum hat. Das sind wohl sinnvolle längerfristige Ziel, aber wie die systemkritischen Linken müssen sich auch diese Neurechten die Frage gefallen lassen, ob man nicht erstmal eine mögliche Chance zur Befreiung vom globalistisch-woken Regime in Westeuropa und seiner Zerstörungspolitik nutzen sollte.

Laut dem Wall Street Journal sind einige europäische Staats- und Regierungschefs so unzufrieden mit der Trump-Regierung, dass sie als eine Art Lektion amerikanische Staatsanleihen im Wert von Milliarden Dollar, die von europäischen Regierungen gehalten werden, liquidierten. Die Herrschaften sind sich offenbar nicht im Klaren darüber, wen sie da bedrohen und über welche Karten Washington verfügt. Erste Gegenmaßnahmen wären natürlich Zölle. Die Abhängigkeit Europas von den USA in Bezug auf die Dollar-Liquidität ist eine weitere Schwachstelle.

Die Trump-Adiministration könnte aber noch weiter gehen. Mit der neuen NSS wurden die EU und die globalistischen Regierungen in Europa de facto als Feinde markiert – und die rechtspopulistische Opposition zur einzigen Hoffnung zur Rettung der europäischen Zivilisationen erklärt. Die USA haben seit 1945 in dutzenden Ländern Regimewechseloperationen durchgeführt. Nach dieser Erfolgsbilanz könnten sie diese Fähigkeiten gegen die Machthaber in London, Paris, Madrid, Berlin und Brüssel einsetzen.

Die Kritik an den Einschränkungen der Meinungsfreiheit in Europa, das Einfordern „echter Demokratie“ und die Ankündigung, Europa zu helfen, den aktuellen Kurs zu korrigieren, sind klare Ansagen in diese Richtung. Ähnlich wie beim Sturz von Slobodan Milosevic 2000, bei der „orangenen Revolution“ in der Ukraine 2004, beim „arabischen Frühling“ 2011 oder beim Maidan-Putsch 2014 könnten Massenproteste ermutigt und unterstützt werden.

Natürlich wäre der politische Inhalt entgegengesetzt – nicht mehr für, sondern gegen den Globalismus. Natürlich handelt es sich bei Großbritannien, Frankreich oder Deutschland um größere und stabilere Staaten, aber in allen drei Ländern sind die Regierungen angeschlagen und großem Unmut aus der Bevölkerung ausgesetzt. Massenproteste haben teilweise schon stattgefunden und/oder könnten sich intensivieren. Sie können sich um Massenzuwanderung und Islamisierung ebenso entwickeln wie um wirtschaftliche und soziale Fragen.

Die USA verfügen zweifellos über die nötigen Erfahrungen, Mittel und Fähigkeiten, solche Bewegungen und Oppositionskräfte zu unterstützen und zu befördern. Allerdings sind die bisher führend beteiligten Behörden und Strukturen für den Trumpismus nur mäßig einsetzbar. USAID war dermaßen hoffnungslos von woken Globalisten beherrscht, dass Trump den Laden schlicht aufgelöst hat.

Alex Krainer, der diese Frage auf seinem Blog ebenfalls diskutiert (https://trendcompass.substack.com/p/toward-the-european-spring-of-2026), ist der Ansicht, dass das weiterhin aktive „National Endowment for Democracy“ (NED) für einen US-Regimewechsel in Westeuropa eingesetzt werden könnte. Es verfüge über Zugang zu einem riesigen Netzwerk von NGOs und „öffentlich-privaten Partnerschaften“, die den europäischen politischen Raum durchdringen. Aufgrund der Durchsetzung auch des NED mit globalistisch-liberalen Figuren scheint es aber fraglich, ob die Trumpisten dieser Struktur wirklich vertrauen.

Es dürfte eher wahrscheinlich sein, dass die US-Regierung auf eigene neue Netzwerke, Strukturen und direkte Kontakte zur rechtspopulistischen Opposition in Europa setzt. Das sind die Beziehungen zu Regierungen wie der von Viktor Orban oder auch der von Giorgia Meloni, aber auch von JD Vance zur AfD oder von Elon Musk zu Tommy Robinson. Eine wichtige koordinierende Rolle dürfte die Treffen und Vernetzungen rund um die „Conservative Political Action Conference“ (CPAC) spielen, die seit 2022 auch jährlich in Ungarn stattfindet – diese Jahr im März wieder unter dem Slogan „No migration! No gender! No war!“ (https://www.cpachungary.com/en/)

Die US-Administration wird 2026 sowohl das europäische globalistische Establishment weiter unter Druck setzen als auch die Opposition weiter stärken. Das CPAC in Budapest im März und Tommy Robinsons Großdemo „Unite the West“ werden Eckpunkte sein. Auf der Grundlage von ökonomischer Talfahrt und politischem Irrsinn werden weitere Bewegungen, Massenproteste, Regierungskrisen dazukommen. Das europäische politische Spektrum wird sich in den kommenden Monaten auf interessante Weise entwickeln. Niemand sollte überrascht sein, wenn 2026 ein wirklicher „europäischer Frühling“ ausbricht.

Dieser Beitrag erschien zuerst hier: https://transition-news.org/us-regimechange-in-westeuropa-2026

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