Globalkapitalistischer Postmodernismus contra Rechtskonservatismus

Der westliche Spätkapitalismus ist geprägt durch eine bipolare Spaltung und gesellschaftspolitische Lähmung. Das zeigt sich auch in Deutschland.
DIE LINKE, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Die gesamte politisch-ideologische und geistig-kulturelle Landschaft der westlich-spätkapitalistischen Gesellschaften (Fernsehen, Presse, Rundfunk, soziale Medien, Bildungssystem, Kulturbetrieb etc.) ist mittlerweile geprägt und durchdrungen von einem unversöhnlichen Kampf zwischen zwei sich heftig befehdenden Lagern mit ihren jeweiligen wirklichkeitsverzerrenden Semantiken[1]:

Auf der einen Seite steht der machtpolitisch in Westeuropa noch tonangebende globalkapitalistisch-postmoderne Flügel des Bürgertums, der zum Teil enge ökonomisch-politisch-militärische Beziehungen zu islamischen Kernländern unterhält und auf die Erzeugung sowie vehemente Verteidigung multikultureller Mischgesellschaften vermittels unregulierter Massenmigration aus insbesondere islamisch normierten Herkunftsregionen ausgerichtet war und zum Teil immer noch ist[2]. Neben der Sicherung von repressiver Dominanz in den Massenmedien und ideologischen Apparaten stützt sich dieser Flügel – dirigiert von den zum Teil bereits muslimisch unterwanderten und auf muslimische Wählergruppen schielenden etablierten Parteien – auf ein Netzwerk von staatlich gesponserten Akteuren, die kulturrelativistische und „woke“ Ideologie[3] verbreiten und zum Teil gewalttätige Gruppen einschließen. Im Zentrum stehen hierbei unhaltbare Islamapologetik und zum Teil offene Kumpanei mit islamisch-terroristischen Organisationen wie der Hamas sowie die demagogische Verleumdung von islam- und migrationskritischen Positionen als „antimuslimischer Rassismus“ etc. Die realitätswidrige Grundparole dieses Lagers lautet: Islamkritik sowie Kritik am großenteils irregulären Migrationsgeschehen = rechts.[4]

Auf der anderen Seite der Barrikade befindet sich das rechtskonservative Spektrum mit punktuell extremistischen Rändern, das wachsende Teile des christlich-konservativen, nationalkonservativen sowie neoliberal-nationalistischen Bürgertums umfasst und dem sich auch vermehrt Arbeiter, Angestellte sowie kleine und mittlere Selbständige anschließen, da ihnen die parlamentarische Scheindemokratie des spätkapitalistischen Herrschaftssystems keine alternative Protestmöglichkeit bietet. Der wachsende Zuspruch für dieses Lager ergibt sich ganz einfach daraus, dass dem „gesunden Menschenverstand“ die weithin sichtbaren destruktiven Auswirkungen der angehäuften Islamisierung sowie des unregulierten Migrationsgeschehens der letzten 10 Jahre[5] zunehmend klarer geworden sind und die islamapologetischen und migrantophilen Narrative und Desinformationen des globalkapitalistischen Lagers ihre Glaubwürdigkeit längst eingebüßt haben. (Hinzu kamen und kommen weitere antidemokratische Auswüchse des „vormundschaftlichen Kapitalismus“ wie zum Beispiel die Corona- und Klimapolitik.)


Die überproportional hohe Kriminalitätsbelastung von überwiegend islamisch geprägten Migranten mit zum Teil abscheulichen Straftaten von angeblich „Schutzsuchenden“ und abgelehnten Asylbewerbern; der hohe Anteil von desintegrierten Asylmigranten unter den Bürgergeldempfängern; die zahlreichen Probleme mit islamisch sozialisierten Kindern und Jugendlichen im Schulsystem; die wachsende Erfahrung der Gegensätzlichkeit zwischen der freiheitlich-säkularen und der islamisch-patriarchalischen Lebenskultur sowie die demagogische Diskriminierung von Islam- und Migrationskritik als „Rassismus“ etc. haben zur einer Ausweitung und Festigung kritisch-ablehnender Einstellungen und Haltungen seitens der Mehrheitsgesellschaft geführt.

Angesichts dieser Entwicklung ist den rechtskonservativen Akteuren/Parteien dann gewissermaßen das Alleinstellungsmerkmal in den Schoß gefallen, die destruktiven Auswirkungen der verfehlten Islam- und Migrationspolitik anzuprangern und sich als diesbezüglicher „Kümmerer“ und Hoffnungsträger im Interesse des Volkes zu inszenieren. Dabei lautet die realitätswidrige Kernparole des rechtskonservativen Lagers: Nicht die Träger des globalkapitalistischen Herrschaftssystems und ihre parteipolitischen Funktionäre sind die Hauptverantwortlichen der Misere, sondern die „Linken“ schlechthin sind die wahren Erzeuger der negativen Wirklichkeit[6].

Um seine Vorherrschaft trotz erheblicher Hegemonieverluste aufrechtzuerhalten, greift das globalkapitalistisch-multikulturalistische Lager zunehmend zu antidemokratisch-repressiven Mitteln, engt vermittels demagogischer Hetzkampagnen den Korridor faktenbasierter kritischer Meinungsäußerungen zunehmend ein und betreibt mit Hilfe des Justizapparats sowie der herrschaftsideologisch instrumentalisierten Sicherheitsorgane eine gezielte Einschüchterung gegenüber den sich ausbreitenden islam- und migrationskritischen Einstellungen. Im Kern geht es dabei um die ideologische Anpassung und politische Unterwerfung der Mehrheitsbevölkerung unter das globalkapitalistische Projekt der Erzeugung multikultureller (de facto: islamisierter) Mischgesellschaften[7].

Hegemonieverlust des globalkapitalistischen Herrschaftskartells und deutliche Verschiebungen in den Parteienpräferenzen der postdemokratisch beherrschten Wahlbürger[8]

Eine INSA-Umfrage von Ende Oktober 2025[9] bestätigt vor dem umrissenen Hintergrund erneut den starken Hegemonieverlust der etablierten, das globalkapitalistische Herrschaftssystem tragenden Parteien.

Demnach erzielt die AfD trotz entgegengesetzter massenmedialer Dauerberieselung bei allen Altersgruppen bis 60 Jahren die größte Zustimmung. Selbst bei den jungen Wählern von 18 bis 29 Jahren liegt die AfD mit 25 Prozent auf dem ersten Rang. Mit einem Prozentpunkt knapp dahinter rangiert die Linkspartei, während die CDU/CSU mit 18 Prozent den dritten Platz belegt und die SPD mit 14 Prozent auf Platz vier landet. Die Grünen, gemeinhin als die Zukunftspartei der Jugend „gelesen“, erreichen mit 9 Prozent lediglich den 5. Platz und das BSW kommt wie die FDP nur auf drei Prozent.


Den größten Zustimmungsanteil erreicht die AfD bei den Altersgruppen der hauptsächlich produktiv werktätigen (die Hauptlast der Steuer- und Sozialabgaben leistenden) Altersgruppen von 30 bis 59 Jahren (29-32 Prozent). Bei den über 70-Jährigen hingegen liegen die CDU/CSU mit 30 Prozent und die Grünen mit 19 Prozent vor der AfD mit 17 Prozent.[10]

Laut einer Studie der Konrad- Adenauer-Stiftung erzielt die AfD – im Gegensatz zu den massenmedial geschürten pauschalen Ressentiments – auch bei Ausländern und nichtmuslimischen Menschen mit Migrationshintergrund relativ hohe Zustimmungswerte. Bei der insgesamt recht großen Zahl von Polnischstämmigen sowie Spätaussiedlern[11] liegt sie mit 33 bzw. 31 Prozent klar vorn. Hingegen hat sich der Anteil der CDU/CSU bei beiden Gruppen im Vergleich zur letzten Befragung halbiert.

Im Gegensatz dazu liegt bei den Türken in Deutschland die SPD mit 35 Prozent klar vorn. „Stark überdurchschnittlich schneiden außerdem das BSW (18 Prozent) und die Linke (14 Prozent) ab. Deutlich unterdurchschnittlich schneiden die Union (12 Prozent), die Grünen und die AfD (jeweils 8 Prozent) sowie die FDP (2 Prozent) ab“[12]. Auch bei den befragten Muslimen liegt die SPD mit 37 Prozent vor der CDU/CSU mit 29 Prozent an der Spitze. Dahinter folgt die Linkspartei mit 11 Prozent, wohingegen die Grünen ebenso wie die AfD und das BSW nur 6 Prozent erzielen.

Hervorzuheben sind somit folgende Aspekte:

(1) Zwar stößt die islamapologetische und promuslimische Ausrichtung der etablierten Parteien bei den betreffenden migrantischen Klientelgruppen erwartungsgemäß auf Zustimmung (wobei insbesondere die SPD profitiert). Aber diesem Effekt stehen auf der anderen Seite starke Zustimmungsverluste und geringe Zustimmungswerte bei Deutschen ohne Migrationshintergrund und nichtmuslimischen Migrantengruppen gegenüber.

(2) Erneut wird deutlich, dass das pauschal-diskriminierende Vorurteil „Einheimische ‚rassistische‘ Deutsche ohne Migrationshintergrund gegen Ausländer und Migranten“ falsch ist. Der (politisch noch unbesetzte) Frontverlauf sieht tendenziell vielmehr folgendermaßen aus: „Einheimische Deutsche und nichtmuslimische Ausländer und Migranten gegen soziokulturell desintegrierte muslimische Migranten.“


Wie eine Studie aus 2022 gegen die antiislamkritischen Absichten der Autoren ans Licht brachte, sind nichtmuslimische Migranten im Durchschnitt islamkritischer eingestellt als Deutsche ohne Migrationshintergrund (MH). So stimmten z. B der Aussage „Der Islam passt in die deutsche Gesellschaft“ 47,6 Prozent der deutschen Personen ohne MH nicht zu. Bei Personen mit MH insgesamt lag der Anteil der Zustimmungsverweigerer bei 57,3 Prozent. Bei Spätaussiedlern lag die Zustimmungsverweigerung bei 61,7 Prozent, bei Migranten aus der EU bei 55,7 Prozent und bei Migranten aus der übrigen Welt bei 55,2 Prozent[13].

Eine INSA-Umfrage vom Frühjahr 2024 ergab, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung insgesamt (52 Prozent) keine Flüchtlinge aus islamischen Ländern mehr aufnehmen möchte.

Zudem zeigte sich, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Migrationspolitik als gescheitert ansieht. Nur 29 Prozent glauben, dass sich die meisten Einwanderer in Deutschland gut integriert haben. 58 Prozent sehen dies gegenteilig (Rest unentschieden). 75 Prozent sind der Auffassung, dass die bisherige Migration das deutsche Schulsystem überlastet. 16 Prozent leugnen das (Rest unentschieden).

Darüber hinaus war eine Mehrheit der Deutschen im Herbst 2023 mit 71 Prozent der Ansicht, dass die Zuwanderung von Menschen aus stark muslimisch geprägten Ländern ein hohes Sicherheitsrisiko für Deutschland darstellt. Nur neun Prozent waren gegenteiliger Meinung, während 20 Prozent sich unentschieden äußerten oder keine Angabe machten. Nur die Wähler der Grünen waren mehrheitlich nicht der Auffassung, dass die Zuwanderer aus muslimischen Ländern ein hohes Sicherheitsrisiko für Deutschland darstellen. Fast zwei Drittel (62,5 Prozent) plädierten zudem dafür, dass Menschen, die den Terrorangriff der Hamas auf Israel bejubeln, in Deutschland bestraft werden sollten. Nur 20 Prozent lehnten das ab. Eine Mehrheit (58 Prozent) war außerdem der Ansicht, dass es unter Muslimen in Deutschland viele Menschen gibt, die den Terror gegen Israel unterstützen. Ein Viertel glaubte das nicht (24 Prozent).[14]

Die Studie „Die sieben größten Ängste der Deutschen 2025“ ergab dann folgendes Bild:

Bemerkenswert auch Folgendes: 20 Prozent der protestantischen Wähler stimmten für die AfD sowie 18 Prozent der katholischen Wähler. Bei den konfessionslosen Wählern wurde die AfD mit 24 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der Union mit 22 Prozent.

Fazit: Eine herausragend tiefe asymmetrische Polarisierung der deutschen Bevölkerung verläuft klassen- und schichtenübergreifend sowie jenseits der traditionellen Links-Rechts-Achse entlang der Thematik Islamisierung/irreguläre Massenimmigration, wobei diese asymmetrische Spaltung einerseits quantitativ eindeutig zugunsten der islam- und migrationskritischen Einstellungsmehrheit verläuft, während große Teile der Staatsapparate, der politischen Klasse sowie der Massenmedien samt ihrer abhängigen NGOs auf der anderen Seite der Barrikade stehen.

Ausblick

Die gesellschaftliche Polarisierung insbesondere entlang der Themen Islam und Migration, aber auch bezogen auf Wirtschafts-, Sozial-, Corona-, Klima- und Hochrüstungspolitik, haben in Westeuropa zu einem gravierenden Hegemonie- und Loyalitätsverlust der etablierten systemtragenden Parteien der sog. bürgerlich-(global-)kapitalistischen Mitte geführt, die Gräben zwischen dem postdemokratischen Parteienstaat und großen Teilen der Mehrheitsgesellschaft vertieft und – nach der Zerstörung der klassischen herrschaftskritisch-emanzipatorischen Linken sowie deren Ersetzung durch eine postmoderne Pseudolinke – den Aufstieg rechtspopulistischer Oppositionsparteien bewirkt: In Deutschland die AfD; in Frankreich das Rassemblement National; in Italien die regierende (!)postfaschistische Fratelli d’Italia; in Österreich die FPÖ; in den Niederlanden die PVV von Gerd Wilders etc.

Im Rahmen des politischen Systems der „indirekten“ parlamentarischen Formal-Demokratie hat dieser wahlpolitische Aufstieg der „Rechtspopulisten“ einerseits zu einer erheblichen Erschwernis der Bildung von stabilen Regierungskoalitionen geführt, da man um diese erstarkten Parteien nach Möglichkeit eine „Brandmauer“ errichtet, um sie von der Regierungsbeteiligung fernzuhalten. Im Resultat führt das zu chronischen Regierungskrisen wie in Frankreich oder zu brüchigen Not-Koalitionen wie in Deutschland; in jedem Fall aber zu einem gesellschaftspolitischen Klima, das wie in Deutschland oder in Österreich einem kalten Bürgerkrieg zwischen den bipolarisierten Lagern gleichkommt. Da eine Auflösung dieser bipolaren Stagnation in nächster Zeit nicht in Sicht ist und auch eine 50-plus-Mehrheit der Rechtspopulisten zumindest in Deutschland ausgeschlossen werden kann, bleiben nur zwei gleichzeitig in Angriff zu nehmende Optionen:

1) Der Aufbau einer außerparlamentarisch-zivilgesellschaftlichen Widerstandsbewegung gegen das islamisierungsfördernde postdemokratische Herrschaftssystem[15] und

2) der realdemokratische Übergang zur Einführung von mehr direkter Demokratie (Volksabstimmungen zu grundlegenden gesellschaftspolitischen Themen) im Rahmen einer von Chancengleichheit geprägten Öffentlichkeit.


[1] Im Zentrum dieser wirklichkeitsverzerrenden Semantiken stehen insbesondere die mittlerweile chronisch gewordenen Verkehrungen und auf dem Kopf stehenden Zuschreibungen auf der historisch-dialektisch gewachsenen Rechts-Links-Achse: (1) Akteure, die sich mit ihrer Schönfärbung, Verharmlosung und Unterstützung religiös-vormoderner nichtwestlicher Herrschaftskulturen im schroffen Gegensatz zur Radikalaufklärung und der an Marx anschließenden Theorieentwicklung befinden und politisch-ideologisch zu einem funktionalen Bestandteil des globalkapitalistischen Herrschaftssystem geworden sind, werden ohne jede kritisch-reflexive Distanz als „Linke“ etikettiert. (2) Zugewanderte Anhänger einer monotheistisch inszenierten, inhaltlich-normativ durch und durch rechtsextremistischen Herrschaftsideologie wie dem Islam werden als Schutzobjekte einer reaktionär verunstalteten „Religionsfreiheit“ verkannt und missdeutet. (3) Im Sinne eines klassisch-rechten Affekts gegen alles vermeintlich oder real Nichtkonservative und Fortschrittlich-Emanzipatorische werden die transformatorischen Auswüchse und dekadenten Bestrebungen des globalkapitalistischen Herrschaftskartells pauschal als „links“ halluziniert. Damit wird im Endeffekt der spätkapitalistischen Herrschaftsapologie und –verschleierung in die Hände gespielt und zugleich der Versuch unternommen, das revolutionäre Sozialerbe der europäischen Moderne als einzig tragfähige Orientierungsgrundlage für eine bessere Zukunftsgestaltung auszumerzen und wahlweise durch christlichen Fundamentalismus, autoritären Nationalismus oder sozialdarwinistischen Neoliberalismus zu ersetzen.

[2] Siehe dazu exemplarisch die entsprechenden Verlautbarungen der UN- und EU-Migrationsabkommen und deren Einordnung: https://gam-online.de/text-globkap.html und https://gam-online.de/text-transferpolitikt.html

[3] Die „woke“ Ideologie bzw. der „Wokeismus“ ist eine vulgarisierte Spielart postmoderner Ideologie, mit deren Hilfe reaktionär-vormoderne, nichtwestliche Herrschaftskulturen wie insbesondere der Islam und deren identitäre völkisch-migrantische Repräsentanten im Westen schöngeredet und in geschichtsfälschender Manier einseitig zu Opfern des „postkolonialen“ Westens mythologisiert werden. Aus der Sicht einer herrschaftskritisch-emanzipatorischen Gesellschafts- und Subjektwissenschaft handelt es sich hierbei definitiv um eine neurechte Ideologieform, die auf Kumpanei mit nichtwestlichen Formen autoritär-repressiver und totalitärer Herrschaftsausübung hinausläuft.

[4] Siehe demgegenüber den Aufruf: Der Islam und seine Komplizen stehen „rechts“. Gegen die Ausbreitung islamischer Herrschaftskultur in Europa. Aufruf für ein breites Bündnis der fortschrittlich-menschenrechtlichen Islamkritik https://gam-online.de/text-Islam%20und%20seine%20Komplizen.html

[5] https://hintergrund-verlag.de/spaetkapitalistische-systementwicklung/hartmut-krauss-irregulaere-masseneinwanderung-als-gesellschaftlicher-krisengenerator/

[6] So setzen die rechten Akteure völlig verfehlt Multikulturalismus, Kulturrelativismus und Postmodernismus/Wokeismus mit kritischer Gesellschafts-und Subjekttheorie gleich, verwechseln Marx mit Foucault und halten die grünen und sozialdemokratischen „Freunde des Islam“ und Missgestalter des posttriumphalistischen Krisenkapitalismus sowie die „sozialstalinistischen Umverteiler“ der „Linkspartei“ unversehens für „die Linken“. In primitiver Manier werden Marx, Engels, Stalin, Pol Pot, Claudia Roth, Mao, Habeck und Stegner etc. in einen Topf geworfen. Generell gilt für diese neue antimuslimische Rechte, dass nicht der Hitlerfaschismus, sondern die zur mythologischen Homogenität verschmolzenen 68er das eigentliche Drama der deutschen Geschichte darstellen.

[7] Siehe https://gam-online.de/text-Unterwerfung.html und https://gam-online.de/text-transferpolitikt.html sowie aus klassisch-linker Sicht https://hintergrund-verlag.de/spaetkapitalistische-systementwicklung/magis-ueber-selbstbestimmungsrecht-und-we-love-volkstod/

[8] Zur Charakteristik der spätkapitalistischen Postdemokratie siehe die prägnante Skizze in diesem Text: https://hintergrund-verlag.de/spaetkapitalistische-systementwicklung/hartmut-krauss-spaltung-der-gesellschaft-als-ausdruck-einer-tiefen-politischen-systemkrise/

[9] https://www.youtube.com/watch?v=PHjM57mOKgs

[10] Die INSA-Umfrage gelangte auch zu folgendem Ergebnis: Nur 39 Prozent der Befragten glauben an einen Gott, 40 Prozent tun das hingegen nicht. 18 Prozent antworteten mit „weiß nicht“ und 3 Prozent machten keine Angabe. Am höchsten ist der Anteil der Gottgläubigen bei Muslimen (76 Prozent), gefolgt von Evangelisch-Freikirchlichen (62 Prozent), Evangelisch-Landeskirchlichen (50 Prozent) und Römisch-Katholischen (47 Prozent). Unter den Konfessionslosen gibt es 16 Prozent, die dennoch an einen Gott glauben. (Leider differenziert die Darlegung der Ergebnisse nicht zwischen West- und Ostdeutschland.)

[11] So lebten Ende 2024 ca. 865.000 aus Polen stammende Menschen in Deutschland. Die Zahl der in Deutschland lebenden Spätaussiedler aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion beträgt ca. 2,5 Millionen.

[12] https://www.kas.de/documents/252038/33607021/Monitor_Wahlverhalten+von+Menschen+mit+Migrationshintergrund.pdf/f60f59b9-17a3-d502-7977-707b4d24a94b?version=1.0&t=1758706749282

[13] Siehe https://hintergrund-verlag.de/rezensionen/hartmut-krauss-irrefuehrende-gleichsetzung-von-islamkritischen-und-antisemitischen-einstellungen/

[14] https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/brisante-umfrage-das-denken-die-deutschen-ueber-islamische-zuwanderung-85778594.bild.html

[15] Siehe dazu den Aufruf „Der Islam und seine Komplizen stehen ‚rechts‘“ https://gam-online.de/text-Islam%20und%20seine%20Komplizen.html Darin heißt es:

„Im Zentrum der perfiden Verleumdungsstrategie der ‚Freunde des Islam‘ steht die Behauptung, Kritik am Islam sei ‚rechts‘. Tatsächlich verhält es sich genau umgekehrt: Die Verteidiger der extrem reaktionären und repressiven, autoritären, irrationalen und menschenrechtsfeindlichen Weltanschauung des Islam agieren als ‚bunt‘ und ‚weltoffen‘ verkleidete Komplizen einer extrem ‚rechten‘ und totalitären Herrschaftskultur. Sie sind die wahren Verräter der kulturellen Moderne. Sie sind diejenigen, die die Werte und Prinzipien der Aufklärung mit Füßen treten. Sie sind es, die mit ihrer Tür- und Toröffnung für eine militant antiaufklärerische und rückschrittliche Einstellungs- und Lebensweise orientalisch-islamischer Machart die Zerstörung der europäischen säkularen Gesellschafts- und Lebensordnung vorantreiben.

Angesichts dieser objektiven Entwicklungen ist es längst überfällig, dass sich die säkular-humanistischen Kräfte in Europa, die sich an den Grundprinzipien der Aufklärung sowie den Werten und Normen der kulturellen Moderne orientieren, gegenoffensiv und eigenständig zusammenschließen, sich als eine erneuerte geistig-moralische Bewegung formieren und ihre Überzeugungen und Zielsetzungen auf gesellschaftspolitisch wirksame Weise in die Waagschale werfen.“

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